Muatterharz, tiua Edelstain, huart äm Driun och Doulden,
dreist et uallest garn allein, wot de Känd verschaulden,
fruast dich wuan sa recht gedoan, host sa trua erzujen,
kaust tiua'n änden noch verzuan, mär sa dech bedrujen.

Muatteraug, tiua sießer Starn, iwer denen Känden,
waist wa sich är Wich verwarr'n, än de rechten ändern.
Host vun Klienem sa bewocht, wuan de Wolken drohden,
wuan det Gluaick än' Wiedderlacht, foinkelst tiua vour Froaden.

Muatterhaund,tiua Gauld och Giuat, hälfst un uallen Uoinden,
wuan de Känden sänkt der Miua, biast tiua än za Hoinden.
Greifst fuar sa mär än det Fuair, hialfst än ualles bruiden,
lihrst de Nuit, det Eagahuair, durch da Fleiß erdoulden.

Mottermiallj, tea ewij Quwall, geauder, frommer Lihren,
wierscht de Känd mer aus der Hall garn ze Gott bekihren.
Bietst four sa än gruißer Nuit, bietst four iarer Sainden,
Se sa gluacklich, wird der Duid dech noch leichter fainden.

Biet ihr Känd: det Motterharz sol es long noch liewen,
Muatteraug, verhoaid de Schmerz, moch den Wiej äs iewen,
Muatterhaund da hälf as troa, schiatz äs vour Verdiarwen,
Mottermiallj as Bibel soa! Motter saul niet sterwen!

Gesungen von:

Maria und Johann Häner Nr.27

 

Text: Georg Meyndt (*1852 +1903)

Externer Link / Verweis: Georg Meyndt

Das Lied wurde 1963 aufgenommen.