Der Muttertag wurde in Jakobsdorf kirchlich gefeiert. Die Glocken riefen zum Gottesdienst. Die Türe des Gotteshauses stand weit offen. Zahlreich schritten unsere, in Tracht gekleideten, Frauen und Mütter hinein. Auf den Sitzbänken lagen kleine Sträusschen von Kinderhänden geschnitten und hergerichtet. Worte des Dankes, des Lobes, aber auch der Ehrung unserer Mütter waren aus der Predigt zu vernehmen. Auch der verstorbenen Mütter wurde gedacht. Feierlich umrahmt wurde der Gottesdienst mit den gut bekannten Liedern:

„Wenn du noch eine Mutter hast,

dann danke Gott und sei zufrieden“

oder

Motterharz, tiua Edelstein“.

Im Einklang mit der Wahrnehmung dieser musikalischen Klänge und Texte war so manches Herz bis zu den Tränen gerührt. Ein kurzer Gedankenspaziergang in die Vergangenheit brachte die schönsten Erinnerungen an die glücklichen Tage aus der Kindheit hervor, wo sich noch so vieles um die Mutter drehte. Sie schenkte uns das Leben, sang uns in den Traum der Nacht, lernte uns zum Vater beten, hat mit uns geweint, gelacht.

Bericht:

Hermine Schuster geb. Barthmes Nr. 74