|
Hauptmenü Vorstand Geschichte Dorfansicht Der Jakobsdorfer Sitten Brauchtum Lieder Gedichte Heimattreffen Nachbarschaften Videos Friedhof Gästebuch Kontakt Impressum |
|
Ausschnitte aus der Autobiographie von Franz Josef Wolba Nr. 132:
Aus Jakobsdorf wanderten viele Leute aus, nach Deutschland. Ich war nicht begeistert von dieser Auswanderung und sagte immer: "Ich fahre als letzter von hier weg. Wenn ich komme sperre ich Jakobsdorf ab." Das Schicksal wollte es aber anderes.
Am 21. Juni 1987 gingen wir, meine liebe Frau und ich, ins Dorf um von unseren Freunden und Nachbarn Abschied zu nehmen. In der Hintergasse gingen wir von Haus zu Haus und nahmen von allen Nachbarn Abschied. Dies war der Tag des Abschieds und es war ein sehr harter Tag für uns Beide. Am Abend kamen dann viele Leute zu uns, es war Sonntag Abend. Es wurde nun auch hier Abschied gefeiert. Um 23 Uhr fuhren wir mit drei Autos zum Tor hinaus. In Henndorf hielten wir 5 Minuten und ich stieg aus dem Auto und ging zu meinem Freund Martin Keul hinein, um von ihm und seiner Familie Abschied zu nehmen. Dann fuhren wir weiter und kamen pünktlich zum Zug in Schäßburg an. Um 0:20 Uhr fuhr der Zug pünktlich ab in Richtung Deutschland. Der letzte Händedruck von unseren Lieben war der schwerste Abschied. Unsere liebe Tochter Fissi weinte so erbärmlich, denn sie blieb nun allein von ihren Eltern und Geschwistern zurück. Aus dem Zug rief ich noch die letzten Trostworte und sagte: "Fissi net bekrit Dich, Ech sorchen schuin of Dech." Das waren die letzten Worte, dann hörte ich nur noch das rattern der Räder und schloss das Fenster. |
||||