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Ehepaar Schuff Petrus (*14.08.1812 +08.10.1884) Sofia geb. Häner (*27.06.1817 +21.10.1908) von Hof Nr. 140 Petrus (*30.08.1834 +17.12.1912)
Ehepaar Schuff Petrus (*30.08.1834 +17.12.1912) stammt von diesem Hof. Sofia geb. Duldner (*27.08.1838 +23.02.1896) stammt von Hof Nr. 1 Petrus (*26.11.1860 +11.12.1939) heiratet auf Hof Nr. 75
Ehepaar Barthmes Johann sen. (*01.11.1893 +03.05.1960) stammt von Hof Nr. 20 Ehefrau Maria geb. Schuff (*05.08.1891 +08.08.1950) stammt von Hof Nr. 75 Sohn Martin Müller (aus erster Ehe, geboren auf Hof Nr. 100)(*10.11.1910 +07.06.1943). Als er 8 Jahre alt war, starb sein Vater(+1918). Martin heiratet auf Hof Nr. 7 Tochter Maria (*27.03.1925 +17.11.2005) heiratet auf Hof Nr. 115 Sohn Johann (*1922 +1980) bleibt auf diesem Hof
Ehepaar Barthmes Johann jun. (*1922 +1980) Ehefrau Hermine geborene Rau stammt von Hof Nr. 110 Tochter Hermine Sohn Johann bleibt auf diesem Hof
Johann Barthmes (*1922) starb am 09 Mai 1980 an Herzversagen, am Arbeitsplatz. Bei dem Begräbnis am 11 Mai fiel mir (Johann Schuff) die Aufgabe zu, den Verstorbenen “abzufordern”. Ich werde im folgenden diese Rede wiedergeben:
Liebe leidtragende Freunde! Mit unaussprechlich schweren Herzen sind wir heute in euer Haus gekommen, um eurem lieben Verstorbenen die letzten Ehrendienste zu erweisen. Mitten aus der Arbeit hat der Herr ihn abberufen. So wie der Wind einen Halm knickt, oder das Licht einer Kerze auslöscht, so muß er seinen letzten Atemzug aushauchen. “Mitten wir im Leben sind von dem Tode umfangen”, wo wird uns diese unumstrittene Tatsache deutlicher vor Augen geführt, als in diesem Falle. Mit dem Keim des Todes im Herzen, es war ihm nicht bewußt daß er so schwer krank war, kam er noch in die Arbeit, um hier zusammenzusinken und nicht mehr aufzustehen. Ihr und wir mit euch, müssen uns zu der Erkenntnis durchringen, daß dieser sein Tod im ewigen Ratschluß des Herrn vorausbestimmt war und daß alles was der Herr tut, gut getan ist. Ich stehe hier als Vertreter, als Abgesandter der Kirchengemeinde zu Jakobsdorf, welcher er ein ganzes Leben lang gedient hat, ich stehe vor meinem entschlafenen Vorgänger im Amt und will ihm den warmen Dank unserer Heimatgemeinde aussprechen für ganz treue und außergewöhnlich erspriessliche Arbeit, die er zum Segen dieser Gemeinde leisten konnte. Der Herr hatte ihn mit großen Gaben ausgestattet, die er zum Segen dieser seiner Heimatgemeinde entfalten konnte. Schon als junger Mann in die Gemeindevertretung gewählt, 12 Jahre im Presbyterium, davon 8 als Kurator, hat er seine ganze Persönlichkeit in den Dienst der Gemeinde gestellt, welcher darin bestand, den normalen Ablauf unseres kirchlichen Lebens zu gewährleisten, unsere Gemeinschaft zu festigen und zu erhalten, die altehrwürdige Kirche und Kirchenburg, als auch unseren Friedhof in einem würdigen Zustand zu erhalten, vor allem aber Glauben und Zuversicht in die Herzen unserer Jungen und Alten zu säen, eingedenk der Tatsache, daß nicht nur wir diese unsere Gemeinschaft erhalten, sondern daß wir von ihr erhalten werden. Auch fühle ich mich berechtigt und verpflichtet, ihm den warmen Dank unseres Herrn Pfarrers Michael Kraus auszusprechen, welcher zur Zeit im Ausland ist, mit welchem er viele Jahre zum Wohl dieser Gemeinde zusammen gearbeitet hat. Zum Schluß will ich noch Abschied nehmen von dem Spielfreund meiner Kindertage, dem Gefährten der Jugend, mit dem uns hohe Ideale verbanden, dem Kameraden der schweren Kriegsjahre und dem Arbeitskollegen so vieler Jahre, in den letzten Jahren Schulter an Schulter. Daß er ans Sterben gedacht hat, und damit auch an unseren Herrn, zeigt mir seine Äußerung 10 Minuten vor seinem Tod. Auf meine Feststellung und Frage: “Du siehst müde aus, hast du schlecht geschlafen?” kam prompt seine Antwort: “Ich konnte lange nicht einschlafen und da habe ich auch ans Sterben gedacht”, um dann nachher, nach verlassen des Büros, nach kurzen Minuten hinzusinken und nicht mehr aufzustehen. Die Tragik dieses Geschehens soll uns nicht die Tatsache vergessen lassen, daß wir jeden Augenblick unseres Lebens und Sterbens in der Hand Gottes stehen und teilhaftig sind seiner Gnade. Mit der Bitte an unseren Herrn, er möge den Hinterbliebenen leidtragenden Freunden die Kraft geben, diesen schweren Schicksalsschlag zu überstehen und unserem entschlafenen Freund seinen ewigen Frieden schenken, bitten wir ihr möget ihn folgen lassen. |