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Ehepaar Häner Johann (*14.04.1859 +05.11.1910) Katharina geborene Grommes (05.12.1864 +16.11.1948) stammt von Hof Nr. 89 Agnes (*29.06.1890 +18.12.1972) bleibt auf diesem Hof
Ehepaar Theiss
Johann (*06.11.1886 +06.04.1957) stammt von Hof Nr. 69, aufgewachsen auf Hof Nr. 153. Ehefrau Agnes geborene Häner (*29.06.1890 +18.12.1972) stammt von diesem Hof Tochter Agnes heiratet auf Hof Nr. 110 Sohn Johann jun (*1918 +1971). bleibt auf diesem Hof und heiratet Agnes Duldner von Hof Nr. 1 Kinder von Johann Theiss jun. und Agnes Duldner (nicht auf dem Bild): Erna heiratet nach Hohndorf Ilse heiratet auf Hof Nr. 68 Johanna bleibt auf diesem Hof
Johann Theiß Nr. 76 starb in der letzten Woche im April 1971 in Bukarest an Leukämie. Er war Presbyter seit Jahren und auch einige Jahre Kirchenvater. Seine Beerdigung fand am 27. April statt. Der damalige Kurator Johann Barthmes Nr. 74 forderte den Verstorbenen ab (ufordern) und mir (Johann Schuff) fiel die Aufgabe ihm zu antworten.
Geehrter Herr Kurator, liebe leidtragende Freunde! Wir stehen am Sarg unseres lieben verstorbenen Freundes, eures Ehegatten, Vaters, Sohnes und können es nicht begreifen, daß es Tatsache ist, daß er nicht mehr unter den Lebenden weilt. Und doch ist es so, denn wir selbst haben ihn hineingelegt in den Sarg und wir selbst tragen ihn jetzt in unseren Heimatfriedhof, wo er seine letzte Ruhestätte findet. Unser Herrgott hat ihn in einem Alter abberufen, wo der Mensch noch nicht ans Sterben denkt. Mit knappen 53 Jahren stand er auf dem Höhepunkt seines Lebens, im Schaffen für seine Lieben, für seine Gemeinde. Und doch hat er in den Tagen und Monaten seiner Krankheit ans Sterben gedacht. Es ist erschütternd zu hören, wie er in einem seiner letzten Briefe seine Lieben aufforderte, zu einem gewissen Zeitpunkt, mit ihm gemeinsam zu unserem himmlischen Vater zu beten und ihn zu bitten er möge ihm noch ein paar Jahre schenken, auf daß er seine Pflicht an seinen Kindern ganz erfüllen könne. Aber dann merkt man das Vertrauen das er in die göttliche Vorsehung hat, wenn er weiter schreibt: “Und wenn das nicht möglich sein sollte, so wollen wir ihn bitten daß meine Frau auch Vaterstelle an meinen Kindern vertreten möge.” Merkt ihr liebe Freunde, die tiefe Ergebenheit in sein Schicksal daß ihm auferlegt wurde und im Endeffekt dasselbe widerklingt wie in den Wörtern: Herr Gott, dein Wille geschehe. Mein Vorredner hat seine Persönlichkeit schon gewürdigt. Ich selbst kann dabei nur noch die Frage stellen: Kennt ihr jemanden unter uns, der pflichtbewußter, fleißiger, treuer war als er? Überall, ganz gleich auf welchem Posten, ob das nun im Schaffen für seine Lieben, für seine Gemeinde und sein Volk oder im alltäglichen Dienst auf der Staatsfarm? Schwerkrank, mit dem Keim des Todes in sich, aber geistig noch vollkommen auf der Höhe, hat er seinen ehrenamtlichen Dienst als Kirchenkassierer bis zuletzt versehen und zwar bis Ende März diesen Jahres, knappe 4 Wochen bis zu seinem Tode. Ist nicht auch das ein Beispiel von seltenem Pflichtbewußtsein? Am Weihnachtsabend letzten Jahres saßen wir nebeneinander in der Kirche. Wie sang er tiefergriffen und mit überzeugtem Christenlauben: O du fröhliche, o du selige, gnadenbringende Weihnachtszeit. Jetzt stehen wir mitten im Frühjahr, wir säen und es keimt neues leben. So legen auch wir unseren lieben Verstorbenen in den Schoß der Mutter Erde, mit dem Glauben daß nach dem Tode, nach der Erstarrung, neues Leben erwächst. Mit dieser Überzeugung im Herzen, mit der Bitte unser Herr möge ihm gnädig sein, den Hinterbliebenen aber seinen Trost schenken, lassen wir ihn folgen. |